Pheed: Das neue Social Media-Phänomen?

Wir haben Facebook, Twitter, YouTube, Google+ und ein gutes Dutzend mehr. Brauchen wir also wirklich noch ein soziales Netzwerk?  O.D. Kobo meint ja. Jedenfalls hat der erfolgreiche Internet-Unternehmer vor einigen Tagen eine neue Social Media-Plattform eingeführt. Sie heisst Pheed und macht bereits mächtig von sich reden. Schließlich kann sie auf so prominenter User, wie Miley Cyrus, Ashley Tisdale, David Guetta, Paris Hilton, und Chris Brown verweisen. Wie aber will sich Pheed gegen die bestehende Konkurrenz behaupten?

Mit einer Kombination aus Bewährtem und Neuen. Bei Pheed legen User einen eigenen Channel an, auf dem sie Text, Fotos, Videos, Audio Clips und Live-Übetragungen posten. Follower können die Postings entweder allesamt aktuell verfolgen, wie auf Facebook, oder sie können nach spezifischen Inhalten, etwa Fotos oder Audio-Clips, sortieren. Wirklich spannend ist bei Pheed allerdings die Möglichkeit, Inhalte zu Geld zu machen.

Sicher, Pheeder können ihren Content kostenlos bereitstellen. Sie haben aber auch die Option, Gebühren zu erheben — und zwar entweder per Ansicht oder mittels monatlichem Abo. Preise für beide Optionen müssen jeweils zwischen 1,99 Dollar und 34, 99 Dollar liegen. Pheed behält die Hälfte der Einnahmen ein, zahlt damit anfallende System- und Abrechnungskosten und fährt auch selbst einen schönen Profit ein.

O.D. Kobo ist überzeugt: Die Monetisierungskomponente wird Pheed zum nächsten, großen Social Media-Netzwerk machen. Gegenwärtig gäbe es einfach zu viel „Lärm” auf den sozialen Netzwerken. Deshalb würden User sich viel mehr darauf konzentrieren, Follower zu gewinnen, als guten Content zu liefern. Das würde sich radikal ändern, wenn man sozialen Influencern die Möglichkeit gäbe, ihre Inhalte zu verkaufen. Dann würde sie nämlich auch geneigt sein, Top-Content zu produzieren.

Ersten Anzeichen nach, scheint Kobo  richtig zu liegen. Miley Cyrus hat jedenfalls kürzlich ihren eigene Pheed Channel angelegt. Ihre Audioaufnahmen haben in einer Sekunde 10,000 Besucher auf die Seite gelockt.

Apropos Userzahlen. Pheed hat in nur wenigen Tagen bereits 350.000 User gesammelt. Bald schon sollen es, laut Kobo, 10 Millionen werden. Wenn Kobo’s Rechnung aufgeht, werden sowohl die Nutzer als auch Pheed profitieren.

Aus der Marketing-Metropole New York:
Yvette Schwerdt

Über y.schwerdt

Yvette Schwerdt ist Expertin für multinationales Marketing mit dem Schwerpunkt Deutschland/Amerika. Sie leitet Made-to-Market, New York. Die Agentur unterstützt Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum bei ihrem USA-Marktauftritt und amerikanische Firmen, die in Deutschland Geschäfte machen. In ihrer absatzwirtschaft-Kolumne, dem "Brief aus Amerika", bringt Yvette Schwerdt aktuelle Beispiele aus dem USA-Marketing.
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Kommentare zu Pheed: Das neue Social Media-Phänomen?

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  4. Interessanter Artikel. Kannte Pheed bis grad eben nicht.

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