Print goes Digital: Ikea qualifiziert Katalog mit Augmented Reality

In Sachen Werbung und Marketing wartet Ikea immer wieder mit ungewöhnlichen und innovativen Ideen auf. Dieser Tage hat sich der schwedische Hersteller mit seiner digitalen Marketing Agentur McCann, Sensationelles einfallen lassen, um seinen legendäre Printkatalog auf Vordermann zu bringen. Er setzt dabei auf Augmented Reality. Empfänger, die sich eine kostenlose App herunterladen, können ihre mobilen iOS- oder Android-Geräte über die Produktseiten halten und kommen in den Genuss von Videos, interaktiven dreidimensionalen Produktmodellen, diversen Möbelinnenaufnahmen und einer Reihe weiterer digitaler Überraschungen. Das sieht dann so aus:


Mit diesem neuen Konzept, will Ikea die Relevanz des Printkataloges, der immerhin in 211 Millionenfacher Kopie weltweit verschickt wird, nicht nur erhalten, sondern auch steigern. Bisher soll das Buch eine Lagerzeit von durchschnittlich 2 Wochen gehabt haben. Jetzt, so spekulieren die schwedischen Möbelpioniere, dürfte es ein Weilchen länger auf internationalen Couchtischen und in weltweiten Zeitschriftenablagen verharren.

Klar, weiß Ikea von der zunehmenden Entwertung der Printwerbung. Trotzdem will das Möbelhaus nicht auf einen seiner, wichtigsten und besteingeführten Kommunikationspfeiler verzichten.  „Es wäre verrückt, eine Zeitschrift mit einer globalen Auflage von 211 Millionen Kopien einfach einzustampfen“, erklärt Linus Karlsson im Wired Magazin. Den Printkatalog mit einer rein-digitalen Variante zu ersetzen wäre deshalb niemals erwogen worden, so der Global Chief Creative Officer von McCann weiter. Man habe sich vielmehr überlegt, wie man die Vorteile von Print und Digital synergetisch verbinden könnte und sei so auf die Augmented Reality-Lösung gekommen.

Der neue Katalog zeigt die 2013 Ikea-Produktkollektion und wird Ende Juli weltweit verschickt. Sollte er, wie erwartet, bei Empfängern gut ankommen, wird er wohl reihenweise Nachahmer finden. Experten sprechen indes bereits von einer Weiterentwicklung des „Print cum Digitalkatalogs“. In einem nächsten Schritt könnten User dann vielleicht 3D-Renderings der Produkte über dem Live-Bild auf ihrer Kamera halten und sehen, wie ein bestimmter Artikel, etwas ein neuer Schrank oder ein Tisch,  in ihrem Wohnzimmer wirken würde. Spätestens dann dürfte die Ikea-Initiative auch die restliche Printindustrie inspirieren und ihr wertvolle Impulse für die Zukunft liefern.

Marketing-Metropole New York:
Yvette Schwerdt

Über y.schwerdt

Yvette Schwerdt ist Expertin für multinationales Marketing mit dem Schwerpunkt Deutschland/Amerika. Sie leitet Made-to-Market, New York. Die Agentur unterstützt Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum bei ihrem USA-Marktauftritt und amerikanische Firmen, die in Deutschland Geschäfte machen. In ihrer absatzwirtschaft-Kolumne, dem "Brief aus Amerika", bringt Yvette Schwerdt aktuelle Beispiele aus dem USA-Marketing.
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Kommentare zu Print goes Digital: Ikea qualifiziert Katalog mit Augmented Reality

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Vielleicht schauen Sie sich mal das Video von unseren VSR iView
    an. http://www.youtube.com/watch?v=51v_sB_8gJ8

    Vielleicht sehen Sie hier auch Synergien?

    Mit freundlichen Gruessen,
    Michael Wieczorek

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