Walmart und Pitbull fallen Social Media-Streich zum Opfer

Amerika lacht dieser Tage über einen sensationellen Social Media-Streich. Er trifft diesmal das Power-Unternehmen Walmart und den Promi-Rapper, alias  unermüdlichen Marken-Sprecher, Pitbull. Die beiden hatten sich kürzlich zusammengetan, um frische Atem-Strips der Marke Sheets-brand Energyzu bewerben. Zu diesem Zweck hatten sie sich, unter anderem, eine Social Media-Aktion einfallen lassen. Facebook-User wurden aufgefordert, ihrem lokalen Walmart-Laden „Likes“ zu verteilen. Die Belohnung: Pitbull, übrigens ein Mitinhaber der Sheets-brand Energy Strips, wird jenem Laden, der die meisten Likes bekommt, einen persönlichen Besuch abstatten und, wie es in der offiziellen Pressemitteillung heisst  „seinen Fans dort von seinen eigenen Erfahrungen mit den Sheet-brand Energy Strips erzählen.“  Das zweifelhafte Angebot, das offensichtlich wenig darauf abzielt die Kunden mit Musik zu erfreuen als sie künftig auch auf Facebook mit Unternehmensnews zu beglücken, fiel den Spaβvögeln, David Thorpe und Jon Hendren, von der Parodie-Website, Something Awful, in die Hände, und sie beschlossen dem Walmart-Pitbull Duo einen Streich zu spielen.

Thorpe und Hendren nutzen ihren nicht unbeträchtlichen online-Einfluss nämlich, um möglichst viele Likes für den Walmart-Laden in Kodiak zu sammeln und den Rapper in die entlegene Region abseits der Küste von Alaska zu senden. Mittlerweile erfreut sich die offizielle Seite von  Walmart Kodiak bereits knapp 65.000 Likes – ein beachtliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass das Örtchen keine 30.000 Einwohner zählt – und hat sich bereits zum meistgeliebten Walmart-Shop der Welt gemausert. Weitere Likes dürften folgen, jedenfalls ist der Buzz zum Twitter-Hashtag #ExilePitbull ausgesprochen aktiv.

Pitbull wird sich über seinen Auftritt in dem Kleinladen, der unter anderem aussergewöhnliche Artikel, wie Bärenschutzmittel (!), Jagdausrüstungen und Schneeschuhe führt, nicht sonderlich freuen. Mittlerweile macht er aber gute Miene zum bösen Spiel. Er ist auf Tour in Europa unterwegs. Aus Österreich, wo er derzeit weilt, liess er verlauten: “Wo immer meine Fans Party machen wollen, dort werde ich erscheinen.“ Mit dieser lockeren Haltung zeigt Pitbull Humor und dürfte den negativen Eindruck, den er mit seiner vulgären Energy Sheets-Kampagne und seiner durchsichtigen Facebook-Aktion hinterlassen hat, wieder wettmachen. Wer weiss, vielleicht wird sich der Social Media Streich mittelfristig ja sogar positive auf die Sheets-brand Energy Marke auswirken. In jedem Fall stellt er einmal mehr die Chance und Risiken von Social Media unter Beweis.

Aus der Marketing-Metropole New York:

Yvette Schwerdt

Über y.schwerdt

Yvette Schwerdt ist Expertin für multinationales Marketing mit dem Schwerpunkt Deutschland/Amerika. Sie leitet Made-to-Market, New York. Die Agentur unterstützt Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum bei ihrem USA-Marktauftritt und amerikanische Firmen, die in Deutschland Geschäfte machen. In ihrer absatzwirtschaft-Kolumne, dem "Brief aus Amerika", bringt Yvette Schwerdt aktuelle Beispiele aus dem USA-Marketing.
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Kommentare zu Walmart und Pitbull fallen Social Media-Streich zum Opfer

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