Schlechte Nachrichten für Facebook: Pinterest und Twitter im Social Media Marketing aussichtsreicher

Social Media Marketing hat sich bekanntlich längst flächendeckend durchgesetzt. Je kundiger Unternehmen allerdings in dieser neuen Kunst werden, und je mehr Plattformen ihnen zur Verfügung stehen, desto differenzierter gestaltet sich ihr Zugang. Heute wollen Marketeers genau wissen, welche Social Media-Sites sich für ihre Zwecke am besten eignen. Einzelhändlern dürfte dabei eine neue Umfrage von Shop.org, comScore und The Partnering Group zur Hilfe kommen. Die 2012 Social and Mobile Commerce Studie hat 1.500 Verbraucher über ihre Social Media-Interaktionen mit Retailern befragt. Ergebnis: Im Web 2.0 folgen Konsumenten heute generell weniger Unternehmen als ehedem. Tun sie es aber doch, dann setzen sie eher auf Pinterest und Twitter als auf Facebook.

Umfrageteilnehmer folgen im Schnitt 9,3 Retailer auf Pinterest und immerhin noch 8,5 auf Twitter. Auf Facebook sind es dann allerdings nur noch 6,9. Unternehmen, die bislang ihre Social Media Marketing-Dollar vornehmlich in Facebook investiert haben, dürften angesichts dieser Zahlen umdenken. Ebenfalls chancenreich: Blogs und YouTube. So bestätigen 70% der Befragten, die ein Unternehmensblog lesen, dass sie vom Blog regelmäßig zur Website des Unternehmens durchklicken, und 68% der Teilnehmer versichern, sie würden YouTube konsultieren, wenn sie sich näher über einen Einzelhändler informieren wollen.

Die Studie ermittelte auch die Beweggründe der Verbraucher, wenn sie mit Marken kommunizieren. Die meisten wollen immer noch über Sonderangebote unterrichtet  werden. Knapp die Hälfte wünscht sich aber auch aktuelle Produktinformationen, und immerhin 36% wollen ihre Meinung über Produkte und Services kundtun und erfahren, was andere Verbraucher denken.

Der Umfragebericht spricht auch über die zunehmende Bedeutung von Mobile Marketing. Gut 37% der Smartphone-Besitzer nutzen ihr Gerät,  um Produkte zu fotografieren, und 34 % schicken die Bilder weiter. Ein Drittel der Befragten, sprich 40% der Männer und 22% der Frauen, nutzen mobile Locations Services. Besonders junge Leute, also 46% der 18-34 Jährigen gegenüber 22% der 35-54 Jährigen, geben ihren Aufenthaltsort gerne aktuell preis.

Erfolgsorientierte Social Media Marketeers werden all diese Daten rasch umzusetzen wissen. Manch einer wird seine Budgetzuwendungen entsprechend umdisponieren, und die meisten werden in Location-Based und mobile Marketing-Initiativen investieren wollen.

Aus der Marketing-Metropole New York:
Yvette Schwerdt

Über y.schwerdt

Yvette Schwerdt ist Expertin für multinationales Marketing mit dem Schwerpunkt Deutschland/Amerika. Sie leitet Made-to-Market, New York. Die Agentur unterstützt Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum bei ihrem USA-Marktauftritt und amerikanische Firmen, die in Deutschland Geschäfte machen. In ihrer absatzwirtschaft-Kolumne, dem "Brief aus Amerika", bringt Yvette Schwerdt aktuelle Beispiele aus dem USA-Marketing.
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Kommentare zu Schlechte Nachrichten für Facebook: Pinterest und Twitter im Social Media Marketing aussichtsreicher

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