Content Marketing – Best Practices, die Erste: Neue Denkweise entwickeln

Gestern hat mich ein Leser nach den Best Practices für das erfolgreiche Content Marketing gefragt. Ich meine, diese Frage verdient eine ausführliche Antwort, denn die Disziplin ist chancenreich. Sie dient dem Kunden und dem Unternehmen und führt nachweislich zú Traffic- und Umsatzsteigerungen.  Deshalb will ich den Content Marketing Best Practices eine Reihe dedizierter Blogeinträge widmen. Hier der Erste. Es geht um die Entwicklung einer neuen Denkweise, bei der die angestammte Marketingmentalität, sprich die „Ich, Ich, Ich“-Fixierung einer Ausrichtung auf das “Du” weicht.

Wir Marketeers wurden stets darauf getrimmt, uns auf unsere Marken zu konzentrieren. Deshalb schwärmen wir auch ständig von ihnen und schwelgen in ihren Stärken. Das Problem: Es interessiert sich kaum jemand dafür, wie großartig unser Angebot ist. Was Kunden wissen wollen? Wie sie ihre Bedürfnisse erfüllen können. Darauf einzugehen und uns von der einseitigen Konzentration auf die Bewerbung der eigenen Marke zu lösen, fällt uns nicht leicht. Wie es trotzdem gelingen kann? Indem man eine neue Einstellung zur Unternehmenskommunikation entwickelt und sie unternehmensweit einführt.

Waren bislang 80 Prozent der Unternehmenskommunikation dem eigenen Angebot und 20% den Kundenwünschen gewidmet, so gilt es fortan genau umgekehrt vorzugehen. Es gilt 80 Prozent der Inhalte auf die Bedürfnisse des Publikums zuzuschneiden und die restlichen 20 Prozent mit  promotionellen Markeninhalten zu ergänzen. Gelingt das, so ist die beste Grundlage für ein erfolgreiches Content Marketing Programm geschaffen.

Wertvolle, relevante Unternehmensinhalte, die vom eigenen Angebot entkoppelt werden, haben das Potential rasch weite Kreise zu ziehen. Natürlich gilt es dabei, im Umfeld des eigenen Geschäftsgegenstandes zu bleiben. Ein Unternehmen, das das genau verstanden hat, ist Kraft. Der Lebensmittelhersteller fährt eine Reihe von erfolgreichen Content Marketing-Initiativen. Beispiel: der iFood Assistant. Mit der mobilen Anwendung  für das iPhone können User Rezepte und Nährwerte einsehen, Einkaufslisten generieren und Angebote checken. Die Anwendung, die nicht wirbt, sondern nur umfassend informiert, zählt heute zu den Top 100 iPhone-Apps.

Erste Best Practice also: Weg vom „Ich“ und hin zum „Du“. Die zweite folgt demnächst.

Aus der Marketing-Metropole New York:
Yvette Schwerdt 

Über y.schwerdt

Yvette Schwerdt ist Expertin für multinationales Marketing mit dem Schwerpunkt Deutschland/Amerika. Sie leitet Made-to-Market, New York. Die Agentur unterstützt Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum bei ihrem USA-Marktauftritt und amerikanische Firmen, die in Deutschland Geschäfte machen. In ihrer absatzwirtschaft-Kolumne, dem "Brief aus Amerika", bringt Yvette Schwerdt aktuelle Beispiele aus dem USA-Marketing.
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Kommentare zu Content Marketing – Best Practices, die Erste: Neue Denkweise entwickeln

  1. Pingback: Content Marketing Best Practices, die Zweite: Content-Kalender aufsetzen und Inhalte kuratieren | Schwerdt-Blog

  2. Weg vom „Ich“ und hin zum „Du“ – genau das trifft das Content-Marketing.
    Einen Kosmos um die Pordukte zu erschaffen, in dem man diese erklärt und zeigt, was man mit ihnen machen kann, ohne mit der Keule hinter dem Kunden zu stehen und “Kauf´ endlich!” zu schreien.

    Die Bedürfnisse des Anbieters stehen hinten an, der Kunde wird wieder König, wird nach allen Regeln der Kunst umworben.
    Eiggentlich eine Marketing-Methode, die nicht neu sein dürfte. Sämtliche Marketer sollten eigentlich in den letzten Jahren schon mitbekommen haben, dass der Nutzer meist andere Interessen und Bedürfnisse hat, als zu kaufen.

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