Zwölf neue Social Media-Statistiken von der Internet Week in New York

Diese Woche ist Internet Week in New York, und die City sprüht vor Marketingpower und –kreativität. Knapp 45.000 Besucher tummeln sich in den diversen Tagungsorten und genießen das überaus üppige Veranstaltungsangebot und die nicht weniger üppigen Networking-Optionen. Eine interessante Präsentation gab es heute Morgen bei der OMMA Social Konferenz. Eli Goodman, seines Zeichens Media Evangelist beim Messungsdienstleister comScore sprach über Social Media-Trends und gab in rascher Abfolge eine Reihe spannender Fakten und Statistiken preis. Nachstehend einige Highlights und das Video der Präsentation: Weiterlesen

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Social Media, Sweatshirt und Super-IPO

Raten Sie mal, worüber tout New York knapp eine Woche vor dem Facebook-IPO spricht. Bingo! Über Mark Zuckerberg und sein flauschiges Hoodie. Der Social Media Superstar kam vergangenen Montag zu einem Treffen mit 500 Investoren nach New York und trug, oh Schreck, keinen Anzug mit Krawatte, sondern ein Sweatshirt mit Kapuze.

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Der neue Anspruch: e-Privacy

Bild von rpongsa

Es ist schon verrückt: Da nutzen wir unsere Social Media-Sites unbekümmert, um unsere persönlichen Ansichten, Aktivitäten und Neigungen in die weite Welt hinauszuposaunen, ärgern uns aber, wenn Unternehmen selbige Informationen aufgreifen und in ihrem Marketing verwerten. Laut Forrester Research, wissen heute mehr als die Hälfte der amerikanische Verbraucher, dass ihre Daten und online Aktivitäten akribisch nachverfolgt und kommerziell verwertet werden. Nun möchte man, ob der eingangs- erwähnten Mitteillungsfreude meinen, diese Tatsache störe die Wenigsten. Weit gefehlt! In Amerika, geht die Angst vor dem „Marketing-Big Brother“ um, und allmählich werden auch die Behörden aufmerksam. Bald schon sollen strengere e-Privacy-Gesetze eingeführt werden. Erfolgsorientierte Unternehmen werden gut daran tun, nicht erst darauf zu warten und den Wünschen ihrer Klientel schon vorab entgegenzukommen.

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Marketeers mögen Social Media, klagen aber über mangelnde Messbarkeit

“Die Frage bei Facebook und anderen Social Media Plattformen ist: Was bekommen wir eigentlich wirklich für unsere Dollar?” gab Michael Sprague von Kia gestern im Wall Street Journal zu bedenken. Der Marketingverantwortliche für den Autohersteller, der seit 2009 auf Facebook wirbt, spricht vielen aus der Seele. Auch Sir Martin Sorrell versicherte kürzlich, seine Klienten würden die mangelnde Messbarkeit ihrer Social Media-Kampagnen beklagen. Das hindert sein Agenturnetzwerk WPP, das für Kunden wie Unilever und P&G tätig ist, freilich nicht daran, in diesem Jahr 400 Millionen Dollar in Facebook-Werbungen zu investieren. Nur: In die messbarere Google-Plattform wird WPP im selben Zeitraum mehr als das Fünffache fließen lassen. Die Aussagen von Sprague und Sorrell decken sich mit den Erkenntnissen einer aktuellen Umfrage von eMarketer. Sie hat ermittelt, dass amerikanische Marketeers Social Media zwar ausgesprochen mögen, ihre Wirkung aber nicht adäquat messen können.

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Marketing zwischen Globalisierung und Lokalisierung

Man möchte es kaum für möglich halten. Selbst die größten Meister im globalen Marketing vermelden zuweilen immer noch empfindliche, interkulturelle Faux Pas. Jüngstes Beispiel: Nike. Der Sportartikelhersteller hat zu Ehren des St. Patricks Day ein neues Schuhmodell herausgebracht. Sein Name: „Black and Tan“. Der Begriff sollte an das bekannte Getränk anknüpfen, das ein dunkles Bier, meist ein Guinness, mit einem helleren kombiniert. Einziges Problem:
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Nach Real Beauty: Dove zieht mit neuer Ad Makeover-Kampagne gegen herabwürdigende Facebook-Werbungen ins Feld

Ärgern Sie sich auch immer über die negativen Werbungen auf Facebook, die meist am rechten Rand ihres Bildschirms aufscheinen und davon ausgehen, dass Sie dringend schlanker, faltenloser, fitter werden müssen? Jene, die mit allerlei abstoßenden Fotos aufwarten, und fragen ob Sie nicht endlich etwas gegen Ihre Fettpolster, Ihren Haarausfall, oder Ihre Akne unternehmen wollen. Solche Werbungen tragen, so Dove, dazu bei, dass immer mehr Frauen an ihrem Aussehen [ver-]zweifeln. Laut dem internationalen Kosmetikhersteller finden sich nur 4% aller Frauen schön. Nur 4%! Diese bedauernswerte Statistik will er unbedingt ändern und zieht deshalb mit schweren Marketinggeschützen gegen ihre vermeintlichen Urheber ins Feld. So hat Dove bereits vor Jahren die kolossal-erfolgreich Real Beauty Kampagne ins Leben gerufen. Mit der neuen Ad Makeover-Aktion, die vorerst auf den australischen Markt beschränkt ist, schlägt er  – eindrucksvoll — in dieselbe Kerbe.  Die Ad Makeover Aktion funktioniert wie folgt:

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Videowerbung im Vormarsch

Der Bereich Videowerbung feiert dieser Tage ungekannte Triumphe. In den USA sollen, laut jüngsten Erhebungen von comScore, allein im vergangenen Monat, 37 Milliarden Videoinhalte und 8,3 Milliarden Videowerbungen gesichtet worden sein. Mehr als 3,5 Milliarden Minuten haben Amerikaner im März auf Videowerbungen verwandt. In Sachen Werbefrequenz und –dauer firmierte Hulu an erster Stelle, dicht gefolgt von Google Sites, wie YouTube. Die Videonetzwerke BrightRoll,  Adap.tv und Specific Media folgten auf den Plätzen. Beobachter überlegen angesichts der jüngsten Zahlen nun, ob die Videowerbung ihrem TV-Pendant bald den Rang ablaufen wird?

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Pintermission: Honda plädiert über Pinterest für Pinterest-Pause

Pinterest macht allerorts Furore. Die visuelle Social Media-Plattform ist rascher auf 10 Millionen Besucher im Monat gekommen als selbst die Überflieger Facebook und Twitter und firmiert, ob der zahlreichen Seitenansichten, bereits unter den 30 Top US Websites. Besonders bei Frauen, hat sich Pinterest in Windeseile durchgesetzt. Laut ComScore zeichnen sie für 85% der Aktivitäten verantwortlich. Diese Tatsache ist nun auch führenden Autoherstellern zu Ohren gekommen. Jedenfalls suchen sie jetzt vermehrt, Pinterest für Marketingzwecke zu nutzen, wenn sie ihre weiblichen Kunden gezielt ansprechen wollen. Paradebeispiel: die neue Honda Kampagne für den CR-V, dem SUV, der mit seinem Platzangebot und Fahrkomfort in erster Linie auf die Wünsche von Autofahrerinnen zugeschnitten ist. Interessant bei der Honda Pinterest-Kampagne: Hier wird ausgerechnet über Pinterest zu einer Pinterest-Pause aufgerufen.

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Facebook-Paradox: steigende Werbepreise bei fallenden Klickraten

Social Media-Experten und Szenenbeobachter sagen Facebook seit geraumer Zeit einen progressiven Abstieg voraus und spekulieren über Datum und Ausmaß des bevorstehenden Verfalls. Der Social Media Gigant selbst fährt indes unbeirrt mit seinem beispiellosen Siegeszug fort — auch und besonders als lukrative Werbeplattform. Nur so lässt es sich wahrscheinlich erklären, dass Facebook, trotz deutlich-fallender Klickraten, steigende Werbepreise geltend machen kann. Laut einer kürzlich-durchgeführten Erhebung von TBG Digital sind die durchschnittlichen Facebook-CPM-Raten in Amerika, Canada, Deutschland, England, Frankreich im ersten Quartal dieses Jahres um 15% gestiegen. Und das obwohl die Klicks im selben Zeitraum 8% rückläufig zeichneten.

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Du Darfst: denglisch, derb und daneben

Dieser Tage macht in den USA ausgerechnet eine Werbung aus Deutschland von sich reden. Es geht um die Unilever-Kampagne für „ Du Darfst“. Aufsehen erregt, viele von Ihnen werden es bereits erahnt haben, nicht der eher konventionelle Inhalt des Werbespots, sondern sein Slogan. „F**ck the Diet“ ruft der Hersteller seinen Zielgruppen zu und will sie damit ermutigen, sich von dem Joch des ewigen Einschränkens und Kalorienzählens zu befreien. Schön und gut, denken sich die meisten amerikanischen Beobachter, nur warum nutzt Unilever dafür das verpönte F-Wort, wenn der Hersteller doch einfach nur  „Forget the Diet“ meint. Sie wundern sich, ob er die Tragweite des Ausdrucks und seine sprachliche Unangemessenheit verkennt. Das ist bei Unilever und seiner Agentur, Ogilvy Düsseldorf, wohl nicht der Fall. Trotzdem ist die Frage angebracht. Denn englische Worte, im Deutschen genutzt, wirken für amerikanische Ohren häufig fehl am Platz.

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