Schluss mit “Storytelling”

In modernen Marketingabteilungen – groß und klein – spricht derzeit alles von den Reizen des Corporate Storytelling. Man schwärmt von der Markenstory und ist fest entschlossen, sie zu hegen und zu pflegen und sie an allen Touch-Points zu vermitteln. Nun liegt es mir fern, gegen eine gut-erzählte Geschichte zu wettern. Schließlich bin ich selbst einer ihrer größten Verfechter, weil sie erwiesenermassen Nervenzellen anfeuert, Emotionen wachruft und Zuhörer damit zum agieren, sprich zum kaufen, animiert. Allerdings geht mir das ewige, undifferenzierte Gerede über Storytelling, das den Ausdruck zum hohlen Modewort degradiert auf die Nerven. Dass es auch anders geht, zeigt beispielsweise folgende TV-Werbung aus Israel.

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Sex zum Einschlafen, Stories zum Aufwachen, und was wir daraus lernen können

Die Power einer meisterhaft-erzählten “gute Nacht-Geschichte” ist allseits bekannt. Jetzt zeigen Content Marketing-Meister allerdings, dass Stories sich auch ganz vorzüglich zum Aufwachen eignen. Ich spreche von der Kunde der 12-Jährigen Braut in Norwegen, die weltweit Wellen geschlagen hat. Ähnlich viel Aufsehen generiert eine neue Werbung für Sex, die ausgerechnet auf sanfte Einschlaftöne setzt. Was aber haben die beiden Beispiele gemeinsam, und wie passen sie in das moderne Marketing? Weiterlesen

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Wie man die richtigen Mitarbeiter findet: Soft Skills wichtiger als Spezial Know How

Mein grösstes Problem sind meine Mitarbeiter”, beichtete mir kürzlich ein junger Unternehmer. Er hatte vor knapp einem Jahr seine neu- Technologie patentieren lassen, das notwendige Kapital eingetrieben, und einen Start Up gegründet. Offenbar liegt er mit seinem innovativen Angebot goldrichtig. Das junge Unternehmen ist jedenfalls in vieler Munde, und die Nachfrage galoppiert. Nur mit dem Team stimmt was nicht. “Die sind alle Experten auf ihrem Gebiet, bloss miteinander können sie so ganz und gar nicht”, klagt der strapazierte Chef. Ständig gäbe es Zoff und Intrigen. Das würde die Arbeitsleistung beeinträchtigen und die Atmosphäre im Büro vergiften. Selbst die friedfertigsten Mitarbeiter hätten ihre Motivation verloren und nun fürchte er, der interne Unmut könnte sich auch extern bemerkbar machen. Auf meinen Rat, alle Querulanten kurzerhand zu entlassen, reagierte der junge Unternehmer einigermaßen perplex.
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Apple zwischen Bendgate und Brandlove

Am vergangenen Wochenende hatten sie ihren Spaß, die Twitter-Trolle unter den Apple-Antagonisten. Sie feierten Bendgate und deklarierten den neuen Iphone 6 Plus-Launch zum Debakel, weil sich das Gerät in der Hosentasche mancher Kunden leicht verbogen hatte. Ein Videoblogger lieferte, mittels erheblicher Kraftanwendung, den anschaulichen Beweis für das Problem und generierte damit prompt 47 Millionen Ansichten. Rivalen aber auch andere Marken machten sich das populäre Spektakel prompt zu Nutze und gaben ihre teils witzigen und teils ätzenden Kommentare auf den Social Media-Plattformen zum Besten. Apple blieb allerdings ungerührt, setzte die neuen Geräte weiterhin wie warme Semmel ab und durfte sich, einmal mehr, an der liebevollen Loyalität der unternehmenseigenen Fans erfreuen.

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Wie Schokolade fürs Gehirn

Sie sprechen, schreiben, filmen und fotografieren. Die fleißigen Content Marketing-Fachleute produzieren Inhalte am laufenden Band. Allerdings welken viele dieser Inhalte unbeachtet und daher wirkungslos dahin. Nur wenige verschaffen sich rasch und flächendeckend Gehör. Woran genau liegt der Erfolg diese Glückspilze? An der Qualität? Sicher auch. Vor allem aber liegt es an ihrem Potential, Menschen zu faszinieren, meint Jim Davies. In seinem neuen Buch, Riveted: The Science of Why Jokes Make Us Laugh, Movies Make Us Cry, and Religion Makes Us Feel One with the Universe, erklärt der Universitätsprofessor, mit welchen Mitteln man Menschen fasziniert und liefert für seine Thesen auch gleich wissenschaftliche Beweise.

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Traumzielgruppe Baby Boomer: betucht, nicht betagt!

baby-boomer-motorcycle-442244_640Haben Sie Baby Boomern in Ihrem Marketingplan einen Sonderplatz eingeräumt? Wenn nicht, dann sollten Sie das wahrscheinlich rasch nachholen. Denn die heute 50- bis 68-Jährigen sind bekanntlich eine Klasse für sich. Sie wollen so gar nicht in das Klischee alternder Menschen passen. Vielmehr starten sie neue Jobs, kaufen sich flotte Autos und buchen abenteuerliche Weltreisen. Vor allem aber shoppen sie, was das Zeug hält. Und zwar mit Vorliebe online — im Web oder auf mobilen Geräten. Dabei kommt ein hübsches Sümmchen zusammen. Schließlich gebieten die Boomer in den USA über mehr als 70% des verfügbaren Einkommens.

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Was steckt hinter dem m-Commerce Boom?

In den letzten Jahren haben sich unsere Shopping-Gewohnheiten grundlegend verändert. Ursprünglich kauften wir alltägliche Gebrauchsartikel, wie Küchenrollen, Weichspüler und Schoko-Riegel mit Nussfüllung noch im Laden ein. Dann wechselten wir zu online Shopping und freuten uns über den Komfort. Jetzt schwören wir auf mobile und „google.express“. Wir starten den Einkaufsprozess meist am Handy, wann es uns gerade einfällt, etwa Morgens in der Subway oder Abends im Kino, füllen den Warenkorb, wenn notwendig, ganz nahtlos daheim am Tablet weiter auf, und bekommen alles wenig später frei Haus geliefert. Dass google.express bei der Zusammenstellung unserer Order in Windeseile diverse Großmärkte „abklappert“ und uns damit eine Stange Geld spart, macht das Einkaufserlebnis nochmals um Vieles erfreulicher. Mit unserer Vorliebe für m-Commerce liegen wir, im Übrigen, ganz im Trend. Wie eine neue Studie von Custora zeigt, hat sich mobile Shopping nämlich in den letzten vier Jahren zu einer 50 Milliarden Dollar-Industrie entwickelt. Interessant ist dabei auch, welche Marketingdisziplin den m-Commerce Boom antreibt.

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Kampagne mutiert in 24 Stunden vom Knüller zum Killer

Eigentlich schwört fast jeder, den ich kenne, dieser Tage auf die eine oder andere “Low Carb” Diät. Weißbrot, Kartoffeln und Nudeln scheinen, weitgehend ausgedient zu haben. Man isst stattdessen Fleisch, Fisch und Eier. Typisch italienische Pastalokale müssen sich also dringend etwas einfallen lassen, um dem kulinarischen Trend entgegenzuwirken. Das ist verständlich. Weniger verständlich aber dafür umso verblüffender ist die paradoxe Entwicklung der neuen Olive Garden-Kampagne, die trotz — oder vielleicht gerade wegen — ihres Megaerfolges rasch zum Megaflop mutierte. Das alles kam so:

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Schluss mit der High-Tech Hype? Der neueste virale Hit von IKEA, und was man daraus lernen kann

Gestern bat uns ein Kunde aus der High Tech-Branche um Hilfe. Wir sollten seine Präsentationsunterlagen überarbeiten. Sie seien zwar mit großer Sorgfalt und nach neuesten Erkenntnissen entwickelt worden, würden aber bei seinen Zielgruppen nicht so recht ankommen. Ein Blick auf die Unterlagen verdeutlichte das Problem. Die visuelle Aufbereitung und die dargestellten Produkt-Features waren eindrucksvoll. Zu eindrucksvoll. Vor lauter Eindrücken verlor man als Zuschauer nämlich den Überblick über das Wesentliche und schaltete kurzerhand ab. Das Problem haben heute viele Unternehmen. Und genau diese Erkenntnis machen sich die clever-verschrobenen Marketingexperten von IKEA bei der Promotion ihres neuen Produktkataloges zu Nutze.

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Email Marketing: Nicht sexy aber sehr rentabel

Kaum jemand spricht darüber, aber alle tun es. Wer Kunden akquirieren, engagieren und langfristig halten will, der greift zu Email Marketing. Kein Wunder, die Disziplin ist wirksam und überaus rentabel. Laut EmailExpert glänzt sie mit einem sagenhaften ROI (Eine Investition von einem Dollar bringt im Schnitt knapp 45 Dollar) ! Rechtzeitig zur anstehenden Feiertagssaison fragen sich Händler denn auch, wie sie ihre Kampagnen weiter optimieren können. Eine neue Studie von Yesmail, die die Entwicklung von Email Marketing in den letzten fünf Quartalen verfolgt hat, gibt Auskunft. Wichtigste Erkenntnis: Es gilt, die Diskrepanz zwischen mobilen Öffnungs- und Klickraten zu verringern. Denn mobile Geräte stehen zwar für zwei Drittel der Öffnungen, aber nur knapp über ein Drittel der Klicks.

Laut Yesmail werden dieses Jahr zwar 9% mehr Emails verschickt, aber 3% weniger geöffnet als im Vorjahr. Und „unique“ Klickraten sind sogar um ganze 14% gesunken. Abonnenten werden also immer selektiver.

Besonders deutlich wird die Entwicklung im mobilen Bereich. Während knapp 65% aller Email-Öffnungen auf Handys und Tablets erfolgen, sind es bei den Klicks nur 35%. Klar, Menschen sind unterwegs beschäftigt und abgelenkt; die kleineren Bildschirmflächen eignen sich auch nicht so gut für die nähere Betrachtung, wie ihre größeren Pendants am Desktop. Deshalb ist es auch verständlich, dass das Verhältnis zwischen mobilen Öffnungs- und Klickraten, das im letzen Quartal im Schnitt 9,3% erreicht hat, nicht mit den 23% konkurrieren kann, die am Desktop erzielt worden sind. Dieser Grundsatztrend macht sich im Übrigen, zumindest laut Studie, in allen Sparten bemerkbar.

Mobile Activity By Industry (% of Email)
Industry Mobile Clicks Mobile CTO Desktop CTO
B2B 50% 5% 14%
Consumer Services 59% 15% 28%
CPG 53% 8% 26%
Entertainment 47% 7% 38%
Financial Services 51% 2% 12%
Healthcare 41% 14% 34%
Hospitality/Travel 57% 8% 19%
Insurance 59% 21% 32%
Marketing/Advertising 38% 5% 17%
Publishing 42% 13% 26%
Retail/Wholesale 56% 8% 18%
Technology 43% 4% 30%
Source: Yesmail Interactive, August 2014

Verständlich ist sie also, die Entwicklung, aber nicht wirklich langfristig akzeptabel. Denn wenn es um Konversionen und Umsätze geht, müssen auch die mobilen Klickraten stimmen. Zwar setzt sich der mobile Einkauf gegenüber dem Desktop-Shopping erst graduell durch und auch die durchschnittlichen Ausgaben sind auf Handys und Tablets immer noch deutlich niedriger als am Computer, aber der Trend hin zum mobilen Shopping ist unaufhaltbar.

Händler, die ihr Email Marketing für die kommende Feiertagssaison optimieren wollen, sollten also trachten, ihre Abonnenten auf den mobilen Geräten zunehmend zu engagieren. Wie? Mit spannenden, relevanten, personalisierten, ansprechend aufbereiteten Email-Inhalten, die Zeit-, Orts- und Medium-gerecht präsentiert werden. All das klingt anspruchsvoll, ist aber, dank Big Data und einer Reihe innovativer Email-Technologien und –Strategien, möglich und allemal vielversprechend.

Aus der Marketing-Metropole New York:
Yvette Schwerdt

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